Führe mich o Herr und leite
meinen Gang nach deinem Wort.
Sei und bleibe du auch heute
mein Beschützer und mein Hort
Nirgends als bei dir allein
kann ich recht bewahret sein.
Gebet an der Haustür
Jeden Schritt und jeden Tritt
geh du lieber Heiland mit.
Gehe mit uns ein und aus,
führe du uns selbst nach Haus.
Wo ich gehe, wo ich stehe
ist der liebe Gott bei mir.
Wenn ich ihn auch niemals sehe,
weiß ich dennoch, Gott ist hier.
| 1.
Geh’ aus mein Herz und suche Freud In dieser lieben Sommerzeit An deines Gottes Gaben Schau an der schönen Gärten Zier Und siehe wie sie mir und dir |: Sich ausgeschmücket haben :| |
2. Die Bäume stehen voller Laub Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide Narzissen und die Tulipan Die ziehen sich viel schöner an |: Als Salomonis Seide :|. |
| 3. Die Lerche schwingt
sich in die Luft Das Täublein fliegt auf seiner Kluft Und macht sich in die Wälder Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall |: Berg Hügel Tal und Felder :|. |
15. Erwähle mich zum Paradeis, Und lass mich bis zur letzten Reis' An Leib und Seele grünen; So will ich Dir und Deiner Ehr Allein und sonsten keinem mehr |: Hier und dort ewig dienen. :| Paul Gerhard 1607 - 1676 |